T wie TESLA – Tesla-Emblem meines Fahrzeugs

T wie TESLA

Tagebuch eines Tesla-Fahrers…

Rekurperation bis zur Kapitulation

Warum ist es sinnvoll, ab und an auf die Rekurperation zu verzichten?

2 Minuten

Verrostete Bremsscheibe eines unbekannten Fahrzeugs

Rekurperation in einem Elektroauto ist etwas schönes: Den Schlappen vom Pedal und das Model 3 verzögert.

Und sobald man sich daran gewöhnt hat, das Fahrzeug nur mit dem Gaspedal Strompedal zu fahren, möchte man immer mehr: Noch vorausschauender fahren, noch weitere Strecken schaffen ohne das Bremspedal zu berühren, noch weniger Energie auf 100 km verbrauchen.

Die Rekurperation ist der Grund, warum die Bremse eines Tesla laut Volksmeinung > 200.000 km hält. Und der Grund, warum die schönen Felgen auch schön bleiben: Sie werden nämlich nicht mehr dauerhaft vom Abrieb der Bremsbeläge (dem sog. “Bremsstaub”) berieselt.

Dennoch folgt hier ein Aufruf an alle E-Auto-Fahrer: Bremst mal wieder - und das bitte richtig!

Die Bremse eines Kraftfahrzeugs möchte ab und an auch mal richtig benutzt werden, ansonsten kann es zum vorzeitigem Ausfall der Bremse kommen. Ein gutes Beispiel dafür ist das Verglasen der Bremsbeläge.

Aufgrund der Rekurperation wird die Bremse nur für den Stop aus 8-10 km/h verwendet. Das ist für eine Bremse nicht gerade förderlich, denn ein Bremssystem benötigt eine gewisse Betriebstemperatur. Der Belag wird bei solch laschen Bremsmanövern nicht richtig gefordert und eher “poliert” statt abgetragen. Dies führt zum Verglasen der Bremsbeläge, was ein großes Sicherheitsproblem darstellt und einen Austausch erfordert.

Und was ist nun zu tun? Komplett abschalten lässt sich die Rekurperation ja nicht.

Mein Tipp: Schaltet eure Rekurperationseinstellung an 1-2 Tagen im Monat auf “Niedrig” und nutzt die Bremse wie in einem Verbrennerfahrzeug. Bremst aus höherer Geschwindigkeit, mit Sinn und Verstand, und beugt so einem Verglasen der Bremsbeläge vor. Es genügt meiner Meinung nach völlig, wenn ihr das auf einer Strecke von 100 bis 150 km pro Monat macht.

Scheut euch nicht, die Bremsen zu benutzen. Selbst das “kleine” Model 3 ohne Performance-Sättel muss sich seiner Bremsanlage nicht schämen; die werksmäßige Anlage packt schon ordentlich zu…

Ich wünsche euch ein fröhliches Verzögern!

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Über mich

“T wie TESLA” ist ein Blog von Marcel aus der Supercharger-Stadt Erftstadt bei Köln. Ein Tesla-Fan schreibt für Tesla-Fans über seine persönlichen Erfahrungen mit dem Model 3.