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Erfahrungsberichte

Das erste Jahr mit dem Model 3.

Die Zeit vergeht wie im Flug: Mittlerweile bin ich seit zwölf Monaten elektrisch unterwegs. Aber bin ich noch zufrieden?

Wir schreiben den 19. Juni 2020 und heute haben mein Model 3 und ich unseren ersten Jahrestag. So ist es, vor 366 Tagen (es ist ein Schaltjahr) hat das Abenteuer E-Mobilität begonnen.

Bevor wir loslegen, eine kleine Erinnerung – die anderen von mir verfassten Erlebnisberichte findest du hier:

In Zahlen ausgedrückt

Seit meinem ersten Kilometer mit dem Fahrzeug setze ich TeslaFi* ein. Insgesamt wurden von dem Statistikprogramm 19.385 km meiner insgesamt 19.718 km erfasst. Dies entspricht 98,31 %, die nachfolgenden Informationen können also als sehr verlässlich bezeichnet werden.

Von den oben genannten 19.718 km fielen nur 2.886 km seit März an. Hier wird gut sichtbar, wie stark mich das Thema „Corona“ (bzw. das Home-Office) betrifft: Meine durchschnittliche Fahrleistung ist von 1.870 km auf 577 km pro Monat gefallen; ohne „Corona“ hätte ich heute ungefähr 26.182 km auf der Uhr.

Der angestammte Parkplatz in Bonn bleibt bis auf unbestimmte Zeit leer; ich arbeite weiter aus dem Home-Office.

Meine Effizienz über das gesamte letzte Jahr liegt bei 74,35 %, ich habe durchschnittlich 18,8 kWh/100 km verbraucht. Die Durchschnittstemperatur, bei einem E-Fahrzeug eine wichtige Metrik, liegt bei 14,86° Celsius.

Apropos Verbrauch: Neben einer reinen Fahrzeit von 17 Tagen, 12 Stunden und 53 Minuten hat mein Fahrzeug 60 Tage, 4 Stunden und 6 Minuten an einer Stromquelle verbracht, davon 1 Tag, 10 Stunden, 22 Minuten an einem von vier Tesla-Superchargern in Erftstadt, Pfaldfeld, Kamen oder Waldlaubersheim. In Erftstadt, bekanntermaßen mein Wohnort, habe ich insgesamt 77 mal den Stecker eingesteckt.

Hätte ich die Ladevorgänge in Erftstadt bezahlen müssen, wäre mein Portmonee für die geladenen 2.395,01 kWh um insgesamt 791,41 € erleichtert worden.

So jedoch habe ich, über alle Ladevorgänge und Ladequellen hinweg, laut TeslaFi* 631,28 € für Strom bezahlt. Dies entspricht 52,61 € pro Monat bzw. 3,12 €/100 km.

Am Supercharger findet man mich vorwiegend Abends: Wenn es dämmert, lässt sich noch hervorragend arbeiten.

Im Laufe des letzten Jahres wurde mein Model 3 dabei immer besser: Mit 20 Softwareupdates wurden stetig neue Features nachgerüstet, z.B.:

  • Zugriff auf Netflix & YouTube
  • Neue Spiele, wie z.B. „Cuphead“ und „Fallout Shelter“
  • Verbesserte Fahrvisualisierung mit Erkennung von Mülltonnen, Ampeln und Stoppschildern
  • Videoplayer für Dashcam- und Sentry-Videos
  • „One Pedal Driving“, die Möglichkeit, dass Fahrzeug nahezu ohne Bremspedal zu fahren

Alles in allem kann ich festhalten: Das Fahrzeug ist Heute besser als vor genau einem Jahr.

Denken übrigens auch meine Freunde: Ich konnte in zwölf Monaten drei Neuwagenkäufer vermitteln, von denen jeder hellauf begeistert ist. Und Thomas, mein „Best Buddy“, ist direkt mit einem Model S eingestiegen: Seinem Doc Hudson kann man sich auf Instagram nur schwer entziehen! 🙂

Wartungsarbeiten und sonstige Kosten

Diesen Absatz können wir sehr kurz halten: Ich war einmal planmäßig beim Tesla-Service, um die beschriebenen Unregelmäßigkeiten an meinem Model 3 vorzustellen.

Alle Mängel, mit Ausnahme der nicht hundertprozentigen Deckung des Lacks auf der vorderen Stoßstange, wurden dabei anerkannt. Stellenweise wurden die Mängel sofort behoben (z.B. die fehlende Schraube im Türscharnier) oder durch den mobilen Service repariert (ein Schaden an einer Türverkleidung); für die anderen Dinge wurde eine Reparatur in einem Tesla-Bodyshop freigegeben.

Es handelt sich um Dinge, die mich nicht mehr wirklich stören; ich muss daher zugegeben, dass ich diese noch nicht habe reparieren lassen. Ich habe mir aber vorgenommen, das Thema diesen Sommer endlich abzuschließen.

Die rechte Türverkleidung hatte eine kleine Blase. Tesla war so nett und kam mich besuchen; binnen 30 Minuten war das Manko behoben.

Vor wenigen Wochen beobachtete ich noch einen merkwürdigen Effekt: Das Tagfahrlicht auf der Fahrerseite flackerte. Nach Buchung eines Service-Termins über die App wurde ich heute vom Service kontaktiert. Das Problem hat sich jedoch von selber erledigt und ich hoffe sehr, es wird nicht mehr auftauchen.

Keine Langweile in Sicht

Das Model 3 zu fahren, wird nicht langweilig. Ich mag mich wiederholen, aber ich freue mich jeden Tag wie ein kleines Kind, in das Fahrzeug einsteigen zu können.

Als ich 2018 bei einem Besuch in den USA das erste Model 3 in der Tiefgarage des Apple Visitor Centers sah, hätte ich mir nicht träumen lassen, dass ich zwei Jahre später darüber schreibe.

Das erste Model 3 meines Lebens, live gesehen bei einem Besuch der WWDC (Apple-Konferenz) im Juni 2018.

Heute vor einem Jahr ist ein Traum wahr geworden, und ich freue mich nach wie vor. Ich hätte nicht gedacht, dass diese „Honeymoon“-Phase so lange hält, doch die Softwareupdates tragen ihren Teil dazu dabei – es gibt alle paar Wochen etwas neues zu entdecken.

Mal ist es ein Spiel („Fallout Shelter“), etwas für die Augen (Die Visualisierung der Umgebung) oder eine andere sinnvolle Funktion (Der Videoplayer für Dashcam- und Sentry-Videos).

Apropos Sentry (bzw. „Wächtermodus“): Diese Funktion ist pures Gold wert. Ich bin jemand, der sich nahezu immer und überall Sorgen um seine Autos macht. Diese Macke kam nicht erst mit dem Tesla, sondern war bereits schon vorher ein Teil von mir.

Das Videosystem und die Gewissheit, dass im Falle eines Falles ein „Videobeweis“ vorliegt, schont die Nerven immens: Man „zahlt“ jedoch mit etwas Reichweite, da die Überwachung einiges an Energie erfordert.

Für mehr Vielfalt im Straßenverkehr

Das einzige, was mir aktuell aufstößt, ist die große Anzahl an weißen Model 3.

Nicht falsch verstehen: Es ist nicht störend und es ärgert mich auch nicht. Es ist nur ein komisches Gefühl, wenn man sein Auto bei einer Ladepause am Supercharger nur anhand des Nummernschilds identifizieren kann.

Ich werde mir hier etwas einfallen lassen bzw. habe diesbezüglich bereits eine Idee. Wenn alles klappt, stelle ich dir das Ergebnis in einigen Wochen vor… 😉

Ein Prosit auf das nächste Jahr

Und jetzt du: Ich freue mich auf deine Kommentare! Hast du noch Fragen? Soll ich gewisse Themen besonders beleuchten? Oder bist du selber Tesla-Fahrer und hast Lust, selber einen Kommentar (oder einen ganzen Erlebnisbericht) zu verfassen?

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Von Marcel

„T wie TESLA“ ist ein Blog von Marcel aus der Supercharger-Stadt Erftstadt bei Köln. Ein Tesla-Fan schreibt für Tesla-Fans über seine persönlichen Erfahrungen mit dem Model 3.

Eine Antwort auf „Das erste Jahr mit dem Model 3.“

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